Weiteres Projekt im immer noch nicht ganz befreiten Syrien – Syrien hat noch keine Ruhe, die Syrer noch keinen Schutz – von Rupert Neudeck

Article  •  Publié sur Souria Houria le 8 avril 2013

Unser Dreier-Team in Syrien hat mittlerweile seinen Arbeitsort verlassen (Tal Refaat) und ist an einen anderen gezogen. Dort geht es um die Wiederherstellung eines Kindergartens und einer Schule, in der provisorisch auch intern Flüchtlinge untergebracht werden sollen.
Aus Tal Refaat haben wir uns Anfang des Monats März verabschiedet, nicht ohne die Abrissarbeiten an der durch Raketenbeschuss zerstörten Schule Jammar Jamal beendet zu haben. Wir haben die Arbeit für die Zeit unterbrochen, da noch in der Nähe um den Hubschrauber-Flugplatz Menegg gekämpft wird. Danach werden wir die Arbeiten wieder aufnehmen.
Unser Teammitglied Abdullah Allaoui schreibt uns, wie wichtig die Reparatur und Herrichtung des Kindergartens in dem neuen Ort ist, den wir jetzt belegt haben. Das Team hat die Direktorin und eine Erzieherin des Kindergartens dort kennengelernt. Kindergärten bilden in Syrien die erste Bildungsinstanz. In dem Sinne, dass dort schon das Alphabet gelehrt wird. Kinder, die Sprachfehler haben, werden dort behandelt.

Abdullah berichtet uns: „Der Kindergarten liegt im Herzen des neuen Ortes, in dem wir uns eingerichtet haben.“ Es ist vielleicht eine überflüssige Vorsicht, aber alle Dorf- und Stadtbewohner in dem befreiten Teil Syriens bitten uns, die Namen nicht zu nennen, in denen wir uns aufhalten. Wir wollen uns auch daran halten. „Der Kindergarten spielt auch für die Waisenkinder – die es in Kriegszeiten natürlich immer mehr gibt als im Frieden – eine elementare Rolle“.

Abdullah schreibt weiter: Er halte es für ganz wichtig, sich um diese Kleinkinder dieses Krieges zu kümmern. „Ich denke, dass schon ein Tag Leiden für ein dreijähriges Kind langanhaltende negative Auswirkungen auf die Psyche mit sich bringt“.

Im März verstärken wir das Team, weil wir den Menschen, die unter den Entbehrungen des Krieges ohne jede auswärtige Hilfe und Intervention leiden, wenigstens unsere Solidarität zeigen wollen, indem wir bei den Bewohnern eines Ortes, einer Stadt wie Azaz und Tal Refaat, und eines Dorfes wie Keljebrin leben, schlafen, wohnen, arbeiten. Deshalb wird das Team jetzt auch auf fünf Leute aufgestockt. Und wenn sich die Situation in Tal Refaat wieder einigermaßen beruhigt, werden wir auch wieder dort an der Fertigstellung der dritten Schule arbeiten.

source : http://gruenhelme.de/1569.php

date : 19/03/2013



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